In unserem Spiel werden wir keine 500 Püppchen zu bewegen haben, aber wenn sich sechs Figuren ihren Weg durch Häuser und Gassen bis zum eigenen Tor, das durchaus aus einer Häuserwand, einem Gullideckel oder einem Misthaufen bestehen kann, bahnen, dann kommt schon Freude auf. Wenn dann noch das Hochklettern an Regenrohren, Springen von Dach zu Dach oder das Schubsen der Figuren dazukommt, dann ist Chaos vorprogrammiert. Ach ja, ich vergaß noch zu erwähnen: Je mehr Spieler mitspielen, desto mehr Bälle sind auch im Spiel.
Das erste Baa-Team, das ich vorstelle, sind die Doonies. Beim Original Baa in Kirkwell (Orkeney Inseln, Schottland) sind die Doonies auch mit von der Partie. Klassischerweise spielen sie dort gegen ihren (einzigen) Angstgegner: die Uppies. Um mit dem Spiel klassisch zu beginnen habe ich mich also für einen Klassiker entschieden.
Die Figuren werden in der Reihenfolge ihres Ranges vorgestellt. Jede Figur hat einen Rang von A – F, wobei jeder Rang pro Team einmal vorkommt. Ergo besteht ein Team aus sechs Figuren. Der Rang stellt im Spiel das Reaktionsvermögen und den Spielwitz dar. Figuren mit einem höherem Rang handeln vor Figuren mit einem niedrigeren Rang.

Sie ist die Leiterin der örtlichen Leihbücherei, der Kirkwell Library. Dort hat sie sehr viel über den Baa gelesen und ist somit eine ausgemachte Expertin für strategisch ausgereifte Spielzüge. Eine nähere Betrachtung ihres holden Antlitzes lässt vermuten, dass sie auch einer zünftigen Klopperei nicht aus dem Wege geht.

Der 1. Klopper der Doonies. Ein Mann wie ein Schrank. An ihm kommt keiner vorbei (Ob unter seinen Vorfahren ein Schwarzer Ritter war ist unbekannt). Kloppen, Schubsen, Zwischenschubsen: Alles kein Problem. Seine Mitspieler haben meistens eher Angst, dass er mit seinen Armen den Baa zerquetscht.

Sam Gordon ist der Captain der Doonies. Seine Familie ist vor Urzeiten nach Chicago ausgewandert. Da Sam aber ohne den Baa nicht leben konnte, ist er seinerseits wieder von Chicago aus nach Schottland ausgewandert. Hier kann er wieder seiner Lieblingsbeschäftigung – dem Baa Game – nachgehen. Als Captain ist er für die Auswahl der Spieler verantwortlich. Jüngst hat dies Biff MacCalloway zu spüren bekommen. Dieser hatte Sam nämlich beim Verkauf seines alten Taxis über's Ohr gehauen.

Walt ist in der Baa-Szene noch ein unbeschriebenes Blatt, aber Sam Gordon gibt ihm eine Chance sich zu bewähren. Von Beruf Hafenarbeiter ist er festes Zupacken gewohnt. Und auch an der einen oder anderen kleineren Rangelei in einschlägigen Etablissements hat er schon teilgenommen. Wünschen wir im das Beste für seinen ersten Einsatz im Team.

Der Eintänzer aus Kirkwells Fischbratküche fällt schon durch seine asiatische Abstammung auf den Orkneys auf. Der stets lupenreine Maßanzug und sein ausgefallener Beruf machen ihn in Kirkwell nicht gewöhnlicher. Bei seiner Ankunft ist er stets mit Melone gesehen worden, wo die allerdings abgeblieben ist, weiss keiner mehr. Früher soll er auch mal mit einer gewissen Mrs. Moneypenny bei einer Londoner Vorstadtmeisterschaft im Jive und Swing teilgenommen haben – im Dienste ihrer Majestät, versteht sich.

Mit dem Mann ist nicht zu spaßen, weder im richtigen Leben – noch beim Baa. Zum Lachen geht er für gewöhnlich ins Sarglager. Kein Wunder, schließlich ist er Sargtischler, der zwar in Uppertown (bei den Uppies) geboren wurde, aber nun, aufgrund des ganz garstigen Sargtischlerkartells, sein Geschäft in Downtown betreiben muss. Das witzigste an ihm ist noch die lustig im Wind flatternde Krawatte.

Biff ist stinksauer. Er ist nämlich vor kurzem aus dem Team geflogen und ist nun nur noch Ersatzspieler. Als Taxifahrer kann er dann aus Frust wenigstens noch mal den einen oder anderen Fahrgast um die Ecke bringen.
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